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29. Februar 2020 | 19:30 Uhr

Mein Paradies

Sondervorstellung in Kooperation mit der Initiative "Schwerin für Rojava"

Ein altes Klassenfoto führt Regisseur Heydo 25 Jahre später zurück in seine Heimat Serê Kaniyê (Ras el-Ain) im kurdischen Teil Nordsyriens. Das Foto bildet die multiethnische Gesellschaft der Region aus Arabern, Kurden, Tschetschenen und Armeniern ab, die seit dem Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs in unterschiedliche ethnische und konfessionelle Lager gespalten ist. Nicht alle seiner Klassenkameraden findet Ekrem Heydo wieder — einer wurde getötet, andere flohen und ließen Besitz und Freunde zurück. Die Reise in die Vergangenheit wird zu einer Suche nach den Grundlagen des Zusammenlebens in einer politisch instabilen Region.

2012 ist im Zuge des syrischen Bürgerkrieges im Norden Syriens die Demokratische Föderation Rojava entstanden. Nicht die Gründung eines kurdischen Staates in Syrien war das Hauptziel, sondern eine Gesellschaft, die auf Geschlechtergerechtigkeit, Schutz der Natur und Basisdemokratie basiert. Dieser utopische Versuch wurde von Anfang an durch das künstlerische Medium des Films begleitet.

| Dokumentation | Rojava | Deutschland, Syrien 2016 | Regie: Ekrem Heydo | OmdU | 104 Minuten